Für wen ist der Rollstuhltransport gedacht?
Der Behindertentransportwagen (BTW) ist für Menschen, die im Rollstuhl sitzen oder nur eingeschränkt gehen können, unterwegs aber keine medizinisch-fachliche Betreuung brauchen. Sie steigen nicht um, sondern werden im eigenen Rollstuhl befördert.
Typische Ziele sind Haus- und Facharztpraxen, Medizinische Versorgungszentren, Klinikambulanzen, Dialysezentren und Therapiepraxen in ganz Hamburg.
So läuft die Fahrt ab
- Abholung an der Tür: Wir holen Sie in der Wohnung, im Pflegeheim oder in der Einrichtung ab.
- Rein ins Fahrzeug: Über die Rampe geht es ohne Umsetzen ins Fahrzeug.
- Sichern: Der Rollstuhl wird fest verankert, Sie werden angeschnallt.
- Am Ziel: Wir bringen Sie bis zur Anmeldung und fragen, wie lange der Termin dauert. Ist die Zeit überschaubar, warten wir – sonst ruft die Praxis uns für die Rückfahrt an.
Manuell, elektrisch, besonders breit?
Wir fahren normale Rollstühle und Elektrorollstühle. Geben Sie uns bei der Anmeldung nur kurz Bescheid, welcher es ist – damit wir das richtige Fahrzeug schicken:
- Manueller Rollstuhl oder Elektrorollstuhl
- Besondere Maße oder Bauform, zum Beispiel ein Pflegerollstuhl mit verstellbarer Rückenlehne
- Ungefähres Gesamtgewicht, wenn Rollstuhl und Person zusammen sehr schwer sind
Gibt es in Ihrem Haus Stufen ohne Rampe oder keinen Aufzug, sagen Sie es bitte vorher. Dann prüfen wir, ob ein Tragestuhl nötig ist.
BTW, Tragestuhl oder KTW?
Nicht die Diagnose entscheidet über das Fahrzeug, sondern Mobilität, Zugang zur Wohnung und der Betreuungsbedarf unterwegs.
| Fahrzeug | Wann es passt |
|---|---|
| Rollstuhlfahrzeug (BTW) | Sie sitzen im Rollstuhl und brauchen unterwegs keine medizinische Betreuung. |
| Tragestuhl (TSW) | Sie können sitzen, aber Treppen nicht sicher bewältigen. |
| Krankentransportwagen (KTW) | Sie müssen liegen oder unterwegs fachlich betreut werden. |
Wann zahlt die Krankenkasse?
Die Fahrt zu einer ambulanten Behandlung übernimmt die gesetzliche Krankenkasse nur unter bestimmten Voraussetzungen. Relevant sind vor allem:
- Merkzeichen aG, Bl oder H im Schwerbehindertenausweis
- Pflegegrad 4 oder 5, oder Pflegegrad 3 mit dauerhaft eingeschränkter Mobilität
- eine vergleichbare, dauerhafte Mobilitätseinschränkung, die die Kasse im Einzelfall anerkennt
In diesen Fällen stellt die Ärztin oder der Arzt eine Verordnung aus (Muster 4). Darauf kann auch vermerkt werden, dass ein Fahrzeug für Rollstuhlfahrer nötig ist. Pro Fahrt fällt die gesetzliche Zuzahlung von 5 bis 10 Euro an.
Keine Verordnung? Dann fahren wir Sie als Selbstzahler – den Preis nennen wir vorab. Ausführlich: Anspruch und Kostenübernahme.
Häufige Fragen zum Rollstuhltransport
Muss ich aus dem Rollstuhl umsteigen?
Nein. Sie bleiben im eigenen Rollstuhl sitzen. Er wird im Fahrzeug fest gesichert.
Fahren Sie auch Elektrorollstühle?
Ja. Sagen Sie uns bei der Anmeldung kurz, ob es ein normaler Rollstuhl oder ein Elektrorollstuhl ist, damit wir das richtige Fahrzeug schicken.
Wie funktioniert die Rückfahrt?
Unser Team fragt vor Ort, wie lange der Termin dauert. Ist die Zeit überschaubar, bleiben wir da. Bei längeren Terminen lassen wir unsere Karte in der Praxis, und die Praxis ruft uns an, wenn Sie fertig sind.
Darf eine Begleitperson mitfahren?
Ja, wenn es notwendig ist. Bitte bei der Anmeldung angeben.