So planen wir Ihre Behandlungsfahrten
Eine Strahlentherapie läuft meist an jedem Werktag über mehrere Wochen, eine Chemotherapie in Zyklen mit Pausen dazwischen. Beides lässt sich gut als Serie planen:
- Einmal anmelden: Sie geben uns den Behandlungsplan, wir legen alle Fahrten an.
- Feste Teams: Sie fahren möglichst immer mit denselben Kolleginnen und Kollegen.
- Hin und zurück: Wir fragen vor Ort, wie lange die Behandlung dauert. Bei kurzer Dauer warten wir, sonst ruft die Praxis uns an, wenn Sie fertig sind.
- Änderungen: Verschiebt sich ein Zyklus oder fällt ein Termin aus, genügt ein Anruf oder eine WhatsApp.
Wir fahren zu onkologischen Praxen, Medizinischen Versorgungszentren, Strahlentherapien, Tageskliniken und Krebszentren in ganz Hamburg.
Wenn es Ihnen nach der Behandlung nicht gut geht
Nach einer Chemotherapie sind viele Patientinnen und Patienten erschöpft, manchen ist übel. Sagen Sie uns Bescheid, wenn Sie etwas brauchen – eine Pause, frische Luft, eine Tüte griffbereit. Wir bringen Sie bis in die Wohnung.
Verändert sich Ihr Zustand im Lauf der Behandlung, kann auch ein anderes Fahrzeug nötig werden, etwa ein KTW statt einer sitzenden Fahrt. Dafür braucht es eine neue Verordnung.
Verordnung und Genehmigung
Die Krankentransport-Richtlinie nennt die onkologische Strahlentherapie und die parenterale onkologische Chemotherapie ausdrücklich als Ausnahmefälle, in denen die Kasse Fahrten zu ambulanten Behandlungen übernimmt. Voraussetzung ist, dass Behandlung oder Krankheitsverlauf Sie so beeinträchtigen, dass die Beförderung zur Vermeidung von Schaden an Leib und Leben unerlässlich ist.
- Verordnung: Ihre Onkologin oder Ihr Onkologe stellt Muster 4 aus – für den Behandlungszeitraum.
- Genehmigung: Vor der ersten Fahrt reichen Sie die Verordnung bei Ihrer Krankenkasse ein.
- Zuzahlung: 5 bis 10 Euro pro Fahrt. Für chronisch Kranke liegt die Belastungsgrenze bei 1 % der jährlichen Bruttoeinnahmen – danach sind Sie auf Antrag befreit.
Gut zu wissen: Eine Krebsdiagnose allein bedeutet nicht automatisch einen KTW. Welches Fahrzeug nötig ist, richtet sich nach Ihrer Mobilität und danach, ob Sie unterwegs betreut werden müssen.
Was wir für die Planung brauchen
- Name, Geburtsdatum und Telefonnummer
- Abholadresse und Behandlungszentrum
- Art der Behandlung, Behandlungstage und Uhrzeiten, voraussichtlicher Zeitraum
- Mobilität und benötigte Beförderungsart
- Krankenkasse, Verordnung und – falls vorhanden – Genehmigung
Häufige Fragen
Kann ich alle Fahrten auf einmal anmelden?
Ja. Wenn der Behandlungsplan steht, legen wir alle Fahrten als Serie an.
Gilt das auch für die Bestrahlung?
Ja. Tägliche Bestrahlungstermine planen wir genauso als Serie.
Übernimmt die Krankenkasse die Fahrten?
Bei onkologischer Chemo- und Strahlentherapie in der Regel ja, wenn eine Verordnung vorliegt und die Kasse die Fahrten vorher genehmigt hat.
Brauche ich für die Chemo automatisch einen KTW?
Nein. Ein KTW ist nur nötig, wenn Sie unterwegs betreut oder liegend gefahren werden müssen.
Offizielle Quellen: G-BA: Krankentransport-Richtlinie · KV Hamburg: Krankenbeförderung · BMG: Fahrkosten. Stand: September 2026.