Reha und Tagesklinik sind nicht dasselbe
Für die Fahrt selbst macht es kaum einen Unterschied. Für die Kosten aber schon: Reha-Fahrten und Fahrten zur Tagesklinik laufen über unterschiedliche Regeln. Klären Sie deshalb vorab, welche Leistung Sie genau bekommen.
Fahrten zur Reha
- Anschlussreha (AHB): Direkt nach dem Krankenhaus in die Reha-Klinik. Wir holen auf der Station ab und bringen Sie zur Aufnahme der Reha.
- Stationäre Reha: Anreise zu Beginn und Rückfahrt am Ende.
- Ambulante Reha: Regelmäßige Fahrten zu den Therapieterminen, planbar als Serie.
Wer zahlt die Reha-Fahrt?
Fahrten zu Reha-Maßnahmen gehören nicht zur Krankentransport-Richtlinie. Sie gelten als Reisekosten nach § 73 SGB IX. Zuständig ist der Reha-Träger, der die Maßnahme bewilligt hat – je nach Fall die Rentenversicherung, die Krankenkasse oder ein anderer Träger. Ob und wie die Fahrt übernommen wird, steht meist im Bewilligungsbescheid.
Tipp: Fragen Sie den Sozialdienst im Krankenhaus oder Ihren Reha-Träger vor der Abreise, welche Fahrt bewilligt ist. Dann gibt es hinterher keine Überraschungen.
Fahrten zur Tagesklinik
„Tagesklinik“ kann Verschiedenes bedeuten. Für die Fahrkosten ist entscheidend, wie die Behandlung geführt wird:
| Behandlungsform | Fahrkosten |
|---|---|
| Teilstationär | Zählt zur Krankenhausbehandlung – Fahrten können verordnet werden. |
| Tagesstationär (§ 115e SGB V) | Nach Angaben der KV Hamburg ist regelmäßig nur die erste Hinfahrt verordnungsfähig; für die weiteren Fahrten gelten zusätzliche Voraussetzungen. |
| Ambulant | Es gelten die Regeln für ambulante Fahrten, z. B. Pflegegrad 4/5 oder Merkzeichen aG, Bl, H. |
Im Zweifel fragt die Tagesklinik gern nach, wie Ihre Behandlung eingeordnet ist. Die allgemeinen Regeln finden Sie unter Anspruch und Kostenübernahme.
Welches Fahrzeug passt?
Nicht jede Reha- oder Tagesklinikfahrt braucht einen KTW. Wer im eigenen Rollstuhl sitzt, fährt im Rollstuhlfahrzeug, wer Treppen nicht schafft, mit dem Tragestuhl. Ein KTW ist nötig, wenn Sie liegen oder unterwegs betreut werden müssen. Das Fahrzeug sollte zu den Unterlagen des Kostenträgers passen.
Was wir wissen müssen
- Name der Reha-Einrichtung oder Tagesklinik mit Adresse
- Behandlungsform, soweit bekannt
- Aufnahme- oder Therapiezeit, einmalig oder regelmäßig
- Abholort – bei Anschlussreha Klinik und Station
- Sitzend, Rollstuhl, Tragestuhl oder liegend
- Verordnung, Bewilligung oder Kostenzusage, falls vorhanden
Häufige Fragen
Übernimmt die Krankenkasse die Fahrt zur Reha?
Nicht automatisch. Reha-Fahrten sind Reisekosten nach § 73 SGB IX und werden vom zuständigen Reha-Träger übernommen, wenn sie bewilligt sind. Schauen Sie in Ihren Bewilligungsbescheid oder fragen Sie den Träger.
Fahren Sie direkt vom Krankenhaus in die Reha?
Ja. Wir holen Sie auf der Station ab und bringen Sie zur Aufnahme der Reha-Klinik.
Können Tagesklinik-Fahrten als Serie geplant werden?
Ja. Wiederkehrende Termine legen wir als Serie an. Klären Sie vorher, ob und wie die Kosten übernommen werden – das hängt von der Behandlungsform ab.
Offizielle Quellen: G-BA: Krankenbeförderung · KV Hamburg · § 73 SGB IX · BMG: Fahrkosten. Stand: September 2026.